Kreativitätstechniken – So bringst du deine Gedanken aufs Papier Teil 1

Wer kennt das nicht: Du sitzt vor einem leeren Dokument und die Worte schaffen es nicht aus deinem Kopf. Chronisch gesehen betitelt man dieses Phänomen als Schreibblockade. Besonders Personen mit regelmäßigen Schreibaufgaben sind davon betroffen, aber auch Menschen die selten einen Stift in die Hand nehmen. Hier findest du einfache Tipps und Tricks in Form von Kreativitätstechniken.

Kreativitätstechniken

  • Sprachübungen
  • Brainstorming
  • Clustering
  • Mindmaps
  • Freewriting

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Sprachübungen

Bevor du überhaupt mit deinem Text beginnst, bereite dich darauf vor. Einfache Sprachübungen helfen deinem Gehirn, warm zu werden. Sie geben das Signal – jetzt passiert bald etwas. Deine Kreativneuronen werden dadurch „warm geschossen“. Die Übungen sollten dabei nicht zu schwer sein und dein Gehirn gleich überanstrengen. In erster Linie geht es darum, sich in die richtige Stimmung zu versetzen.

Im Internet finden sich zahlreiche Seiten mit gratis Übungen wie z.B. Deutsch und Deutlich. Such dir etwas heraus und nimm dir 10 Minuten Zeit. Danach geht es bestimmt schon mal leichter.

Brainstorming

Kreativitätstechnik-Brainstorming

Das altbekannte Brainstorming. Weißt du, kennst du, aber nutzt du? Nur weil es alt und bekannt ist, heißt das nicht, dass es schlecht geworden ist. Die „Denkrunde“ oder auch „Ideensammlungsmethode“ bietet nach wie vor eine der besten Vorgehensweisen um Ideen, Anstöße, andere Blickwinkel und Eingebungen zu kreieren.

Üblicherweise  sammelt man in einer Gruppe während eines Zeitlimits Vorschläge und Einwürfe. Dabei darf auf keine der eingebrachten Ideen eingegangen werden (kommentar- und kritiklos).

Ist die Zeit abgelaufen, beginnt die Kritikphase. Es wird in der Gruppe darüber gesprochen, ausgewählt und weiterentwickelt.

TIPP: Probiers einfach mal selbst aus. Stell dich vor ein Whiteboard oder ein großes Blatt Papier und kritzel jede noch so dämliche Idee darauf, ohne genauer darüber nachzudenken. Dabei kommen oft die verwunderlichsten Anstöße.

Clustering

Beim Clustering bildest du von einem Wort oder Gedanken ausgehend ein Netzwerk mit eben diesen Worten und Gedanken. Vereinfacht gesagt – du schreibst ein Wort auf ein leeres Blatt Papier und beginnst alles damit zu assoziierende daran anzuknüpfen. Jedes Wort wird eingekreist. Von jedem Kreis aus zeichnest du eine Linie zur nächsten Assoziation. Sollte eine Assoziationskette enden, beginnst du wieder beim ersten Wort.

Das Clustering wird häufig mit der Mindmap verwechselt. Womöglich liegt das daran, dass nur Wenige bisher eine „regelkonforme“ Mindmap erstellt haben. Sehen wir uns einfach an, was bei einer richtigen Mindmap beachtet werden sollte.
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Kreativitätstechnik-Mindmap

Mindmap

Die Kreativitätstechnik der Mindmap ist eine weiterentwickelte Form des Clusterings. Du beginnst mit einem Begriff auf einem leeren Blatt Papier. Dann wird systematisch vorgegangen. Vom Anfangsbegriff aus führen Äste (Assoziationen) weg, die je nach Thema bereits gut überlegt sein sollten. Desto weiter die Verknüpfungen reichen, desto kleiner wird die Schrift. So soll die Wichtigkeit auf einen Blick erkennbar bleiben.

Zugegeben. Mindmaps sind oft bereits zu systematisch, um dem tatsächlichen Schreiben auf die Sprünge zu helfen. Persönlich bleibe ich da immer eher beim Vorgänger – dem Clustering. Aber es mag ja auch systemische Schreiberlinge geben.

Freewriting

Auch wenn ich das Freewriting nur selten einsetze, ist es definitiv meine liebste Kreativitätstechnik. Doch auch hier gibt es wieder Vorgaben bzw. Rahmenbedingungen.

Setz dich vor ein leeres Blatt Papier (oder Dokument). Wenn du ein bestimmtes Thema bearbeiten willst, schreib‘ dir eine Überschrift auf. Falls nicht, lass sie weg. Stell dir einen Wecker auf eine für dich angenehme Zeit – üblicherweise zwischen 5 und 20 Minuten. Es geht los. Schreib alles auf, was dir durch den Kopf geht. Bestenfalls setzt du bis zum läuten des Weckers nie den Stift ab. Ob du nun kreuz und quer oder strukturiert schreibst, ist dabei nebensächlich. Denn jeder Schreiber ist anders. Wichtig ist nur, dass du schreibst. Ohne Unterbrechung. Ohne redigieren. Ohne zu reflektieren. Ist die Zeit abgelaufen, kannst du dein Ergebnis bestaunen.

Jede dieser Kreativitätstechniken hat seine Vor- und Nachteile. Ich selbst versuche oft sie zu kombinieren. Starte doch einfach mal mit dem Brainstorming. Wenn dir eine Idee gefällt, schreib sie auf ein Blatt Papier und „freewrite“ dazu. Danach kannst du dem ganzen etwas Struktur verschaffen und Begriffe verknüpfen. Und siehe da: du hast geclustert.

Bei dieser Vielfalt an Vorgehensweisen findet sich für alle etwas. Am wichtigsten bleibt – finde die für dich beste Methode.

Der zweite Teil von „So bringst du deine Gedanken aufs Papier“ wird sich mit einem anderen Blickwinkel beschäftigen. Denn Kreativitätstechniken sind nun mal nicht alles.

Hattest du selbst schon Schreibblockaden oder kennst du noch andere Methoden? Erzähl uns davon! Nutze einfach das Kommentarfeld. Mehr Input für alle!

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